Am 27. und 28.3. habe ich an einem Shintô Musô Ryû Jodo Seminar in Dresden teilgenommen. Anfangs hegte ich noch die Befürchtung, dass mir bereits am Samstag nach 6½ Stunden Stockschwingen die Arme abfallen würden – vor allem, wenn man zwischendurch, um es noch grausamer zu machen, den Jo lange mit waagrecht ausgestreckten Armen hält. Glücklicherweise war es aber ganz und gar nicht so. An diesen zwei Tagen habe ich viel über die Grundtechniken gelernt. Ok, bei Jodo geht es mit dem Lernfortschritt nur langsam voran, aber eigentlich ist mir das ganz recht. Damit lasse ich mir Zeit, bis ich irgendwann mal zu alt und schwach dafür bin. Ein fest definiertes Ziel gibt es ohnehin nicht.

Die gesamte Gruppe, die angesichts der nur sehr spärlich in Europa vertretenen Budo-Art wohl so eine Art festen Bekanntenkreis bildet, war zudem unglaublich hilfsbereit und unprätentiös, dabei auch wohltuend gut gelaunt. Für mich war es zudem interessant, die Anleitungen diesmal auf Englisch und Deutsch zu hören. Insgesamt kann ich aber auch mit meinen Lehrern in Prag mehr als zufrieden sein, denn das, was ich dort in ein paar Monaten gelernt habe (Anm. es sind doch schon 5, allerdings berufsbedingt nur einmal wöchentlich, was eigentlich für einen Anfänger zu wenig ist), hat mich immerhin auf ein solides Grundniveau gebracht, ohne das ich nicht viel von dem Wochenende gehabt hätte.

Also, vielen Dank nach Dresden und Prag!

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