Forschungen

Ein erster vorsichtiger Blick auf die Ergebnisse

Für heute lediglich ein paar Zahlen:

Die Gesamtzahl der vom Server zurück geschickten Antwortsätze beläuft sich auf 5128 in etwa 16 Monaten. Etwa knapp die Hälfte davon ist leer, vor allem da die zweite Seite, die getrennt geschickt wurde, ohnehin nur für einen Teil der Respondenten gedacht war.

Wenn man diese zweiten Teile und offenkundige Spams aussortiert, sowie die Laufzeit zunächst mit März 2009 enden lässt, so bleiben mir noch 2079. Wenn nun desweiteren verlangt wird, dass mindestens 50% der themenbezogenen Fragen beantwortet wurden, so bleiben nur noch 1087. Und wenn darüber hinaus noch die personenbezogenen Fragen zu mindestens 20% beantwortet worden sein sollen, so vermindert sich diese Zahl auf 972.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich mit einer weitaus geringeren Zahl gerechnet hätte. Zum einen, weil die Zielgruppe sehr als vernetzte Burmesen ziemlich eng definiert ist und ihre Vertreter als Migranten naturgemäß schwerlich in irgendwelchen Verzeichnissen aufgelistet sind. Zum anderen aber auch, weil ich mit einer weitaus größeren Vorsicht gerechnet hatte, mit der die Befragten über ihre Ansichten und Lebensumstände Auskunft geben. Oder vielleicht mit einer misstrauischen Ablehnung mir gegenüber, der ihre Schicksale als Nährboden für seine Forschung nutzt.

Bei der Herkunft der Respondenten dominieren erwartungsgemäß neben Südostasien, vor allem Singapur, Thailand und Malaysia, die USA. Es finden sich des weiteren die typischen europäischen Aufnahmeländer für Kontingentflüchtlinge, aber auch Australien, Russland und die Vereinten Arabischen Emirate. Ein paar ganz seltene Fälle afrikanischer und südamerikanischer Staaten sind dabei, die ich hier jedoch nicht erwähne, da sich sonst wohl nicht ausschließen ließe, dass anhand des Landes gleich auch die Person identifizierbar wäre – und dahin wäre die zugesicherte Anonymität.