Aikido, Budo

Seminar: Techniken als Werkstücke

11. Dezember: Aikido-Seminar mit Takashi Kuroki in Rakovník. Besonders interessant fand ich die Seitei-Iai, deren Umwandlung in Aikitoho-Iai durch Nishio Sensei uns dann erläutert wurde – zusammen mit etlichen Erklärungen, die mir das Verständnis diverser Details erleichtern. Kuroki ist ein guter Didaktiker, seine Bewegungen während der Vorführungen wirken wie ein wiederholtes Überarbeiten eines Werkstücks und erinnern oft an das eigene Experimentieren, und sie laden dazu ein, sich stets davon zu überzeugen, dass wirklich alles sitzt und mit der nötigen Konzentration und mit Nachdruck ausgeführt wird.

author: Aikido RakovnikWie so häufig gilt auch hier die Beobachtung, dass japanische Sensei viel mehr Wert auf korrekte Ausführung und Konzentration legen, während Europäer oft ein Konditionstraining veranstalten, bei dem sich ein gutes Seminar durch die anschließende körperliche Erschöpfung der Teilnehmer auszuzeichnen scheint. Japanische Sensei legen nach meiner Erfahrung mehr Betonung auf Dehn- und Koordinationsübungen, bei denen es keinen großen Unterschied macht, ob man nun ein Muskelprotz ist oder nicht.

In der Mittagspause gemeinschaftlich eine geschlagene Stunde in einem Restaurant auf das Essen gewartet. Erstaunlich, wie viele Biere so manche Teilnehmer in der Pause zu sich nehmen. Für mich persönlich wäre damit das Training zu Ende, aber vielleicht brauchen andere die tägliche Dosis zum Weitermachen.

Photo: Aikido Rakovník