Monate: Mai 2011

Auf dem Weg nach ganz weit weg: Zwischenbilanz eines externen Doktoranden

Nach rund einem halben Jahrzehnt an teils begeistertem, teils eher zähflüssigem Engagement für die Wissenschaft, für die Karriere und für die Eigenfinanzierung, wage ich hier nun einen ersten geordneten Rückblick. Auf einer scheinbar unendlich langen Geraden wirkt jeder Punkt willkürlich, und so hätte ich dies hier wohl auch vor x, oder erst in y Jahren schreiben können. Neben selbsttherapeutischen Motiven und der Genugtuung einer genüsslichen Aufrechnung, möglicherweise und hoffentlich voll sarkastischen Selbstmitleids, könnten diese wirren Worte wohl daneben auch der gütigen Belehrung ähnlich Betroffener dienen, oder eher noch meiner Selbstverteidigung angesichts der Diskrepanz zwischen Erwartungen und Leistungen, oder viel mehr noch der Heraufbeschwörung eines Gefühls der Solidarität zwischen ähnlich vorläufig Gescheiterten an den Anforderungen externen Doktorandentums. Nach dieser Einleitung zum Zwecke der Leserführung komme ich nun endlich zur Sache: 1. Finanzen und Zeit Beruflich stecke ich in einer gemeinnützigen Organisation, die ich selbst mit aufgebaut (sprich: verbockt) habe und aus der ich also nicht so einfach weg kann oder will. Da sie per Gesetz keinen Gewinn machen darf, leben wir Beteiligte je nach Laune der …