Monate: Januar 2012

ACTA – verhaltener Protest

Man rühmt sich in Europa gerne, dass die Demokratie ihre Wiege bei uns habe. So richtig aktiv ist sie hier aber nicht immer, und das liegt nicht nur an übermächtigen Konzernen und bösen Machthabern, sondern auch daran, dass es vielen Menschen hier eigentlich ganz gut gefällt, wenn jemand über ihnen thront und für sie das Denken und Entscheiden übernimmt. ACTA ist so ein Fall, der sicherlich mehr Aufmerksamkeit und Aktivität der Betroffenen verdient hat. Hier also, als erster und bescheidener Beitrag von mir, ein Video – anscheinend von Anonymous (vermutlich die momentan erfolgreichste nichtkommerzielle Marke). Aktualisierung Am 11.2. findet ein Protesttag statt – dort findet sich auch eine Petition. Eine weitere gibt es bei Avaaz. Hier ist noch ein Video zum Thema:

Smartphones für Flüchtlinge?

Ich kann mir vorstellen, dass viele Leser diese Überschrift als etwas empfinden, was schlecht zusammen passt: Smartphones und Flüchtlinge. Flüchtlinge haben, so eine verbreitete Vorstellung in der Mehrheitsgesellschaft, die moralische Pflicht zu einem einfachen Lebensstandard – sonst wären sie keine Flüchtlinge. Diese Bescheidenheit seien sie uns gewissermaßen schuldig. Ein Asylant in einem teuren Auto entspricht nicht unseren Vorstellungen, und oft wollen wir auch nicht, dass jemand aus einem der armen Länder kommt und es ihm dann „besser geht als gut ist“ – oder sogar besser als uns. Die Folge wären sonst Ängste, dass wir unseren materiellen Reichtum teilen müssten und in einen Zustand versetzt würden, mit dem umzugehen wir verlernt haben und den wir als „entwürdigend“ zu betrachten uns angewöhnt haben. Allzu leicht wird dabei vergessen, dass den Flüchtlingsstatus nicht materieller Notstand ausmacht, auch wenn beide oft miteinander einher gehen. Abhilfe besteht dabei oft ganz einfach darin, dass die Betroffenen genügend Möglichkeiten haben, um sich selbst zu helfen. Migranten bilden in vielen Aufnahmeländern wichtige Innovations-Motoren. Wenn auch noch viele andere Faktoren auf allen Seiten mit …

Kuroki Sensei in Zürich

Videos: Kuroki Sensei in Zürich

Mir sind vor kurzem ein paar Videos untergekommen, die Kuroki Sensei in einem Züricher Dojo zeigen. Im Gegensatz zu anderen Lehrern führt er die Bewegungen sehr deutlich vor, und langsam genug, dass man sie sich merken kann. Er legt zudem großen Wert darauf zu zeigen, dass es viele wiederkehrende Grundmuster gibt und dass Bewegungsflüsse nicht mittendrin „abreißen“ sollten, sondern fortlaufen und dabei auf mehreren Ebenen zusammen wirken – so etwa eine leichte Torsion des Arms mit einem Aufwärtsschwung und einem Tenkan. Hier die 36 Videos:1