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Innoshima

Innoshima

Die Insel Innoshima (因島) ist von Hiroshima aus in rund zwei Stunden mit dem Bus zu erreichen, der auf zwei großen Brücken über eine dazwischen gelegene Insel fährt. Jetzt im Spätherbst war es morgens und abends bereits so kalt, dass man immer in Bewegung bleiben musste.

Als der Bus morgens in Hiroshima eintraf, war er bereits voll. Der Fahrer telefonierte und forderte uns auf zu warten, bevor er weiter fuhr. Dann kam ein anderer Angestellter und teilte uns mit, dass wir uns zu viert ein Taxi teilen könnten. Die Busgesellschaft hatte bereits alles arrangiert.

im Taxi nach Innoshima

Mich beeindruckt immer wieder nicht nur der Kundenservice in Japan, sondern überhaupt die Mentalität, deren Kern die Rücksichtnahme auf andere Menschen bildet. In Europa merke ich oft, wie sehr mir das dort fehlt.

Innoshima
Innoshima - Lastenbahn

Auf Innoshima werden Mandarinen angebaut. Deshalb sieht man an den Hängen und im Gestrüpp häufig Lastaufzüge, also kleine Gondeln, die sich auf einer Schiene bewegen und so sogar auf kurvigen Strecken weit hinauf fahren können.

Zunächst ging es in ein kleines Restaurant, wo auch die Dörfler aßen. Einige schienen Handwerker zu sein, die gerade Pause machten.

Ich saß an einem der kleinen Tische auf dem erhöhten Teil, wo man seine Schuhe unten lässt und oben dann im Knien aushalten muss. Es gab aber zumeist auch normale Stühle mit Tischen.

Im selben Dorf befand sich auch ein buddhistischer Tempel.

Murakami

Danach führte der Weg zu einer kleinen Burg, also keiner solchen, wie man sie in Europa gewohnt ist. Hier hatte die Familie der Murakami (村上) gelebt, die hier die Wasserwege beherrscht hatten. Ihr Name setzt sich aus „Dorf“ (mura) und „oben“ (kami) zusammen, weshalb überall Flaggen mit dem Zeichen für „oben“ hingen.

Shiratakiyama

Innoshima

Dann ging der Weg ein paar Kilometer weiter zum Berg Shirataki (Shiratakiyama 白滝山 – erstaunlicherweise nicht mit „san“ am Ende, wie beim berühmten Fujisan), was in etwa „Weißwasserfallberg“ heißt.

Der Aufstieg hat mich so einigermaßen ins Schwitzen gebracht, aber der Ausblick war beeindruckend. Auf dem Gipfelgrat befindet sich eine Vielzahl von Statuen.

Am Schluss dann wurde es wieder sehr kühl. Unten am Meer hatten alle Läden geschlossen und die sprichwörtlichen Gehwege waren bereits hochgeklappt.

Innoshima, Brücke

Erst an der Autobahn bei der Bushaltestelle fand sich dann überraschend ein Laden, aber dann kam auch bald der Bus.

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