Alle Artikel in: Jodo

Shinto Muso Ryu-Seminar in Prag

Am Samstag und Sonntag habe ich mich bequemlichkeitshalber in ein SMR-Seminar geschleust, das nicht weit von meinem Zuhause stattfand und daher meiner Aversion gegen überstürztes morgendliches Aufstehen sehr entgegen kam. Der Leiter, Patrik, ist ein guter Didakt, dessen allgemeine Auffassung von Budo mir zudem persönlich nahe liegt, und dank Zdeněks Training war ich auch gut vorbereitet und wusste immer, wann ich wen wohin zu treffen hatte.

Zweites Jodo Seminar in Dresden

Veranstaltet von Shinto Muso Ryu Dresden fand am vergangenen Wochenende ein Jodo-Seminar in Dresden statt, das von Pascal Krieger, dem Urgestein des Europäischen Jodo, geleitet wurde. Nicht nur technisch war er überzeugend, so weit ich es als relativer Anfänger zu beurteilen vermag, sondern auch bezüglich Hintergrundwissens. Als Motto des Seminars wählte er das metaphorische Bild, dass man zwei Holzstücke poliert, indem man sie aneinander reibt, und gab auch gleich die Interpretation mit dazu, dass man sich nämlich auch als Lehrer im Lehren vervollkommne. Ich bin am Sonntag schon zur Mittagspause abgezogen, diesmal zwar ohne Rückenschmerzen, aber mit einem Haufen Arbeit vor mir, die bis zum Montagmorgen erledigt sein wollte. Mich erstaunt ja immer wieder, dass meine Kniegelenke noch keine Probleme bereitet haben. Man macht da doch so allerhand Drehungen in gesenkter Haltung und energische Schritte, dass ich da eigentlich schleichende Komplikationen erwartet hätte. Und hin und wieder denke ich mir, dass, analog zum Iaito, größere Menschen eigentlich einen längeren Jo benutzen sollten als kleinere. Wenn ich die Arme in beide Richtungen strecke, dann muss ich …

Koru Dojo in New Zealand

Dojo im Busch

Mal was anderes, als bunker- oder kasernenartige Sporthallen mit miefigen Umkleideräumen, Verliese voller schmutziger Spinde mit aufgebogenen Türen und dunkle Käfige voll uralten Gerümpels … nur leider am anderen Ende der Welt. Auswandern? (Link zum Dojo)

Jodo-Seminar in Dresden

Am 27. und 28.3. habe ich an einem Shintô Musô Ryû Jodo Seminar in Dresden teilgenommen. Anfangs hegte ich noch die Befürchtung, dass mir bereits am Samstag nach 6½ Stunden Stockschwingen die Arme abfallen würden – vor allem, wenn man zwischendurch, um es noch grausamer zu machen, den Jo lange mit waagrecht ausgestreckten Armen hält. Glücklicherweise war es aber ganz und gar nicht so. An diesen zwei Tagen habe ich viel über die Grundtechniken gelernt. Ok, bei Jodo geht es mit dem Lernfortschritt nur langsam voran, aber eigentlich ist mir das ganz recht. Damit lasse ich mir Zeit, bis ich irgendwann mal zu alt und schwach dafür bin. Ein fest definiertes Ziel gibt es ohnehin nicht. Die gesamte Gruppe, die angesichts der nur sehr spärlich in Europa vertretenen Budo-Art wohl so eine Art festen Bekanntenkreis bildet, war zudem unglaublich hilfsbereit und unprätentiös, dabei auch wohltuend gut gelaunt. Für mich war es zudem interessant, die Anleitungen diesmal auf Englisch und Deutsch zu hören. Insgesamt kann ich aber auch mit meinen Lehrern in Prag mehr als zufrieden …