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Thesen über Flattr

Flattr brauche ich sicher nicht mehr vorzustellen. Entweder weil die Leser hier diesen Service ohnehin gut kennen. Oder weil es keine Rolle mehr spielt. Mich hatte Flattrs schnelle Bereitschaft, für unsere NGO ein kostenfreies Konto einzurichten, überzeugt, mich etwas mehr als anderswo zu engagieren. Zudem sind die Methode genial und die Möglichkeiten motivierend. Allerdings ist das Ausstellen des grün-orangenen Spendentopfs nun selbst zu einer Art Spende geworden – von mir an Flattr und diejenigen, die sich den Service nutzbar machen konnten. Flattr hat mich über Monate hinweg konstant beschäftigt. Mal sehr engagiert mit einem Aufwand, als sei ich direkt beteiligt, mal nur sympathisierend. Dieses riesige Sympathie-Plus hat Flattr sicher den meisten anderen Unternehmen voraus. Genug, um sich dann und wann umso tiefere Gedanken zu machen, wo das Ganze nun eigentlich hinführt.

Leuchtturmwärter in Prag

Zum 10-jährigen Jubiläum einer deutschsprachigen Zeitung in Prag wurden ehemalige externe Mitarbeiter, die über das ifa dort gewesen waren, dazu aufgefordert, einen Rückblick zu schreiben. Offenbar waren nicht genügend von ihnen dazu bereit, denn die Idee wurde letztendlich nicht umgesetzt. Vielleicht hatten sich einfach auch zu viele Ehemalige negativ über ihre Zeit dort geäußert, so wie es zumindest in Gesprächen mit ihnen immer der Normalfall gewesen war.

ACTA – verhaltener Protest

Man rühmt sich in Europa gerne, dass die Demokratie ihre Wiege bei uns habe. So richtig aktiv ist sie hier aber nicht immer, und das liegt nicht nur an übermächtigen Konzernen und bösen Machthabern, sondern auch daran, dass es vielen Menschen hier eigentlich ganz gut gefällt, wenn jemand über ihnen thront und für sie das Denken und Entscheiden übernimmt. ACTA ist so ein Fall, der sicherlich mehr Aufmerksamkeit und Aktivität der Betroffenen verdient hat. Hier also, als erster und bescheidener Beitrag von mir, ein Video – anscheinend von Anonymous (vermutlich die momentan erfolgreichste nichtkommerzielle Marke). Aktualisierung Am 11.2. findet ein Protesttag statt – dort findet sich auch eine Petition. Eine weitere gibt es bei Avaaz. Hier ist noch ein Video zum Thema:

Zahltag: Pay a Blogger Day

Am 29. November ist „Pay a Blogger Day“ und das folgende Video macht deutlich, worum es geht:   Unten ist zu sehen, was ich mir mit diesem Blog verdient habe. Vermutlich muss davon ausgegangen werden, dass an diesem Tag auch nicht mehr Blogger als sonst bezahlt werden, aber trotzdem ist es gut, hin und wieder darauf aufmerksam zu machen. Auch wenn Geld kein adäquates Mittel ist, um den Gegenwert zu messen, so kostet Bloggen auf jeden Fall Zeit, Ressourcen und Geld, und als Blogger sollte man zumindest kein Minus machen.

Kundenservice: Kein Wort des Bedauerns

Nur kurz zum Thema Kundenservice. Wenn ein Dienstleister einen Fehler verursacht, so kann ich mich als Kunde entscheiden, darüber hinweg zu sehen. Allerdings würde ich dennoch gerne eine Entschuldigung hören, ein Zeichen, dass die Leute dort begriffen haben, wer die Verantwortung trägt. Schließlich handelt es sich nicht um den Einfluss höherer Mächte Zunächst meine Anfrage: Ich bekomme auf sämtlichen Web-Browsern eine Fehlermeldung für das Zertifikat der Domain XXX. Offenbar ist die Laufzeit nicht korrekt registriert: „XXX uses an invalid security certificate. The certificate expired on 19.10.11 1:59. The current time is 22.10.11 20:43.“ Laut letzter Rechnung vom 6.10. (verbucht am 10.10.) müsste es bis zum 6.10.2012 gültig sein. Ich bitte darum, den Fehler schnellstmöglich zu beheben. Mit freundlichen Grüßen, C. A. Die Antwort, ganz ungerührt: Sehr geehrter Herr A., offenbar wurde das Zertifikat nicht automatisch verlängert. Dies haben wir soben getan. Es treten nun keine weiteren Warnmeldungen auf. Mit freundlichen Grüßen, Campusspeicher Kundenservice Kein Wort des Bedauerns, und kein Name außer dem des Geschäftsführers in der Fußzeile. Vielleicht hat es eine Maschine geschrieben.

Ein Jahr lang geflattert. Wann hebt es ab?

Flat. Flattr. Flattremendous: Die Anfänge Eine alte Mail bestätigt es: Es ist knapp ein Jahr her, dass ich meine Bestätigung „Welcome to Flattr!“ erhalten habe. Mir ist es wesentlich länger vorgekommen, aber das liegt vielleicht daran, dass mich diese geniale Idee von Anfang an begeistert und inspiriert hat. Ich bin sicher kein typischer „Early Adopter“, das klingt zu sehr nach Frühaufstehen. Mir war aber klar, dass Flattr ein großes Potential für gemeinnützige Organisationen hat, wo sehr viel „kleine“Arbeit kostenlos und oft im Web geleistet wird und wo es oft an einem einfachen Weg fehlt, den Beteiligten seine Anerkennung zu zeigen. Gleich nach der Registrierung habe ich folglich die Leute bei Flattr kontaktiert, ob sie nicht für Nonprofits auf die Pflichtzahlungen verzichten könnten. Die gerät nämlich in Konflikt mit dem gemeinnützigen Auftrag, wenn die eigenen Gelder gespendet werden. Und auch die damalige Regelung, die wohl zum Klicken anspornen sollte, stellte mich vor Probleme: Wenn eine Charity den monatlichen Betrag nicht verflatterte, dann ging das Geld an eine andere Charity. Zum Glück hat sich das Flattr-Team sehr …

Windows: unsympathisch. Linux: abschreckend. Mac: elitär.

In einem 2002 veröffentlichten Artikel beschreibt ein technisch nicht überdurchschnittlich qualifizierter Anwender, warum er Probleme hat, von Windows auf Linux umzusteigen. Der Titel ist schön gewählt: „I Hate Windows – I am Afraid of Linux“. Die Zeiten haben sich leicht geändert: Durch Linux-Installationen kann man sich zumeist einfach hindurch klicken und Windows kommt als 7 endlich mal gereifter daher. Auch diese ständigen Updates, die in dem erwähnten Artikel als Argument gegen Linux angeführt werden, halte ich für kein Problem mehr. Das betrifft nicht minder Windows und sie lassen sich gut verdeckt im Hintergrund erledigen. Und vor allem dient der Aufwand eben oft der Sicherheit. Trotzdem sehe ich persönlich aber immer noch einige Probleme, wo sich nicht viel verändert hat. Obwohl ich fast ausschließlich Mac OS X benutze, ist mir bei Apple dieses ständige Gefühl des Ausgeliefertseins (Stichwort „Vendor Lock-In“) ausgesprochen unangenehm. Das fängt schon damit an, dass die Dokumentationen von Apple konstant zu den schwächsten gehören, die ich je für Software gefunden habe. Lassen sich also Transparenz und Auswahlmöglichkeiten mit einer Benutzerfreundlichkeit für technisch nicht …