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Spenden

Was ist Flattr?

An verschiedenen Stellen biete ich die Möglichkeit, meine Arbeit per Flattr zu unterstützen. Leider zeigt dieser Service nach seinem Relaunch (zeitweise „Flattr 2.0“ genannt) keine deutschen Informationen mehr. Darum habe ich mich entschlossen, hier eine kurze Zusammenfassung zu schreiben. Dies sind also keine offiziellen Informationen vom Betreiber, sondern meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Ich gehe hier nicht in jedes Detail und ich beschränke mich auf Aspekte, die für Unterstützer relevant sind. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr. Aktualisierung, 13.6.2019: Flattr hat gestern eine mobil-freundliche Neuerung vorgestellt, nach der die regelmäßige Unterstützung einfach manuell aktiviert werden kann. Die unten beschriebene Erweiterung wird weiterhin funktionieren. Damit erleichtert sich vieles, unter anderem werden die Überlegungen bezüglich der Privatsphäre (Mitteilung der geflatterten Seiten) hinfällig. Die Kurzfassung Flattr ist ein schwedisches1 Online-Unternehmen, das kleine Spenden vermittelt. Jeder kann sich als Spender („Contributor“) oder als Empfänger (oder Schöpfer, „Creator“) registrieren – oder auch als beides. Als Spender („Contributor“) muss man sich einmal anmelden und legt dann einen regelmäßigen Beitrag fest, der alle 30 Tage automatisch von einer Kreditkarte eingezogen wird. Der …

Biergarten

Google Assistant in Deutschland

    Kundin: „Google, ich hätte gerne eine Reservierung in einem Oberpfälzer Biergarten!“ Google Assistant: „Moment, ich kümmere mich darum!“ 10 Minuten später. Google Assistant: „Es tut mir leid, ich kann die Leute nicht verstehen.“  

Bücher

Bücher verkaufen oder behalten?

Über die Jahre habe ich eine durchaus beachtliche Anzahl von Büchern angesammelt, die zwar nicht mit vielen Bibliotheken anderer Leute mithalten können, sich aber doch zumindest bei jedem Umzug bemerkbar machen. Gerade die Umzüge haben – neben finanziellen Erwägungen – meine Buchkäufe stark gedämpft. Eine Zeitlang habe ich mich mehr aus Bibliotheken versorgt, aber gerade im Ausland ist es oft schwierig, an gute deutschsprachige Bücher heranzukommen. Die fremdsprachige Lektüre ist oft etwas mühsam und erscheint mir auch seltsam, wenn das Original eigentlich auf Deutsch erschienen ist. Eine moderne Alternative besteht darin, dass man Bücher nur noch digital liest. Das ist zwar praktisch, vor allem im Zug oder wenn man mit kleinem Gepäck auf Reisen ist, aber es geht auch ein wichtiger haptischer und ästhetischer Aspekt verloren. Digitale Daten haben zudem die Tendenz schnell zu verschleißen – sei es, weil alte optische oder magnetische Träger zunehmend Fehler aufweisen, weil ein Online-Account erlischt oder weil alte Datenträger einfach nicht mehr kompatibel sind. Bei einigen Büchern ist es klar, dass ich mich nicht von ihnen trennen will. Dann …

Gedanken nach der Wiederwahl des Unwählbaren

Man muss nicht mit allen Positionen von Václav Havel übereinstimmen, aber ohne Zweifel steht er für einen Abschied der damaligen Tschechoslowakei vom Eisernen Vorhang und für eine Stärkung der Zivilgesellschaft, in der Annahme dass die Bürger mündig genug seien, um Verantwortung übernehmen zu können. Seitdem hat sich das Land langsam empor gearbeitet, auch durch Krisen hindurch. Momentan geht es ihm so gut wie kaum zuvor, und man lebt hier so sicher und in Frieden mit den Nachbarn wie selten in der Geschichte der Region. Tschechien scheint seinem nationalen Ziel von einem Märchenland so nahe gekommen zu sein wie nie zuvor. Ich lebe hier seit nunmehr 15 Jahren. Ich bin mit einer guten Portion Naivität, Abenteuerlust und Mittel-/Osteuropa-Verklärung gekommen, und ich habe es nach einem ersten, ernüchternden Jahr in den 90ern später noch einmal etwas pragmatischer versucht. Es fanden sich Jobs, Wohnungen, und sogar eine Ehefrau, die aber nicht ursprünglich von hier war. Es gab jedoch nie einen Grund, weshalb ich gerade hier wohnen sollte. Tschechien war immer ein schönes Reiseziel für Kurzurlaube, um mal alles …

Fushimi Inari Taisha

Birma und Japan – eine Nachschau

Diesen Beitrag habe ich vor rund einem Jahr begonnen, aber aus irgendwelchen Gründen nicht fertig gestellt. Ich erinnere mich nicht mehr an diese Gründe, aber doch an die Eindrücke, die mich überhaupt zum Schreiben veranlasst hatten. Auslöser war eine Dienstreise nach Birma (Myanmar) und, im Anschluss daran, meine überhaupt erste Reise nach Japan. Diese zwei Orte in Asien sind voneinander völlig verschieden, aber beide haben stets einen starken Eindruck hinterlassen, der für mich wie kaum ein anderer so prägend war, dass er meinem Leben eine neue Richtung gegeben hat. Birma (Myanmar) Selbst nach einigen Reisen hat dieses Land immer noch einen ganz eigenen Zauber. Es ist aber auch ein Land der Gegensätze. Gerade wenn man beruflich nach Birma fährt, um dort den Menschen zu helfen, dann sieht man nicht nur das „goldene“ Land der Reiseprospekte, sondern auch Armut, Gewalt und dergleichen. Die oft als „Romantik“ wahrgenommene Armut und Einfachheit hat nicht viel mit der Realität zu tun. Eine schlechte medizinische Versorgung 1 oder eine kaum existierende Möglichkeit, seine Interessen zu vertreten2, sind nur ein paar …

Leuchtturmwärter in Prag

Zum 10-jährigen Jubiläum einer deutschsprachigen Zeitung in Prag wurden ehemalige externe Mitarbeiter, die über das ifa dort gewesen waren, dazu aufgefordert, einen Rückblick zu schreiben. Offenbar waren nicht genügend von ihnen dazu bereit, denn die Idee wurde letztendlich nicht umgesetzt. Vielleicht hatten sich einfach auch zu viele Ehemalige negativ über ihre Zeit dort geäußert, so wie es zumindest in Gesprächen mit ihnen immer der Normalfall gewesen war.