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Selbstauferlegter Kolonialismus in der Exil-Bewegung

Demokratiebewegungen im Exil sind etwas ganz Eigenes und zudem, bei all ihrem Idealismus, oft mit seltsamen Schrullen und Eigenheiten versehen, die ihre Ursprünge vielleicht in gesellschaftlichen Gewohnheiten ihres Heimatlandes haben oder die als Folge des Migrationsschicksals entstanden sind. Burmesische Aktivisten bilden da keine Ausnahme, und schon gar keine rühmliche. Zu den in meinen Augen hervorstechendsten Seltsamkeiten unter Burmesen, sowohl im Land als auch außerhalb, gehört eine immer wieder zu beobachtende Ungleichbehandlung von Landsleuten und Menschen aus dem Westen, oder dem „globalen Norden“, wie man auch oft zu sagen pflegt. Vielleicht könnte man hier auf kulturelle Gewohnheiten schließen, die ihren Ursprung in der Kolonialzeit haben. Es erinnert mich immer daran, dass weiße Ausländer im Burmesischen unabhängig von ihrer Herkunft häufig als „Engländer“ bezeichnet werden.