Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beruf

Q&A-Forum über verantwortungsvolles Reisen nach Birma

Nach längerem Suchen nach einer passenden Software für ein Q&A-Forum bin letztendlich auf Question2Answer gestoßen. Die Systemanforderungen sind relativ simpel und der Code kostenlos und als Open Source erhältlich. Ein paar nützliche Plugins gibt es auch schon, allerdings sind die dort angebotenen Themes nicht alle auf aktuellem Stand, bzw. teilweise für meinen Geschmack etwas zu eckig und bunt. Offenbar ist das Projekt noch nicht so alt, entwickelt sich aber im Ein-Mann-Betrieb ziemlich schnell voran. Statt dessen hätte ich auch auf eine Lösung mit Hosting zugreifen können, aber ich habe die Sache dann doch lieber auf dem „eigenen“ Server und mit direktem Zugriff auf die Skripte. Das ebenfalls do-it-yourself-fähige OSQA sah auch nicht schlecht aus, eigentlich etwas ausgereifter, aber, ach!, man benötigt Python, und das habe ich auf dem angemieteten Billigserver eben nicht zur Verfügung. Kein Problem. Jetzt ist das Forum online, und zwar hier. Mal sehen, wie dann die Version 1.5 aussieht, wenn sie heraus ist. Was mir vor allem helfen würde, wäre bessere Unterstützung für mehrsprachige Websites. Und ein bisschen Ajax in der Benutzerführung …

Auf dem Weg nach ganz weit weg: Zwischenbilanz eines externen Doktoranden

Nach rund einem halben Jahrzehnt an teils begeistertem, teils eher zähflüssigem Engagement für die Wissenschaft, für die Karriere und für die Eigenfinanzierung, wage ich hier nun einen ersten geordneten Rückblick. Auf einer scheinbar unendlich langen Geraden wirkt jeder Punkt willkürlich, und so hätte ich dies hier wohl auch vor x, oder erst in y Jahren schreiben können. Neben selbsttherapeutischen Motiven und der Genugtuung einer genüsslichen Aufrechnung, möglicherweise und hoffentlich voll sarkastischen Selbstmitleids, könnten diese wirren Worte wohl daneben auch der gütigen Belehrung ähnlich Betroffener dienen, oder eher noch meiner Selbstverteidigung angesichts der Diskrepanz zwischen Erwartungen und Leistungen, oder viel mehr noch der Heraufbeschwörung eines Gefühls der Solidarität zwischen ähnlich vorläufig Gescheiterten an den Anforderungen externen Doktorandentums. Nach dieser Einleitung zum Zwecke der Leserführung komme ich nun endlich zur Sache: 1. Finanzen und Zeit Beruflich stecke ich in einer gemeinnützigen Organisation, die ich selbst mit aufgebaut (sprich: verbockt) habe und aus der ich also nicht so einfach weg kann oder will. Da sie per Gesetz keinen Gewinn machen darf, leben wir Beteiligte je nach Laune der …

Nonprofit: Profit im Minus

Es ist schon paradox, dass man im Nonprofit-Bereich per Definition keinen Profit machen darf, dafür aber mit betriebswirtschaftlichem Elan komplett Pleite gehen kann, oder eigentlich als Dauerzustand immer pleite ist, gewissermaßen die fortgesetzte Bauchlandung als Fortbewegungsmittel zu nutzen gezwungen ist. Wir bekommen mit unserer Organisation ab und zu Unterstützung von staatlichen Stellen, wobei nur 70 bis 80 Prozent der planmäßigen Kosten gedeckt werden. 1 Diese Kosten sind schon eine grobe Untertreibung, vor allem wenn die veranschlagte mit der wahren Arbeitszeit verglichen wird. In den letzten Wochen ging es bei mir morgens um 8 los und in der Zeit bis 1 Uhr nachts gönnt man sich am späten Nachmittag ein Mittagessen, was dann die tägliche Ruhepause darstellt, und das war’s. Am Sonntag fängt man natürlich etwas später an. Die Drittmittel muss man dem Geldgeber nachweisen, d.h. es müssen die Projektaktivitäten erbracht und die Ausgaben belegt werden, die Gelder dürfen aber nicht aus den vorhandenen Beihilfen geschöpft werden. Hier in Tschechien gibt es auch keine Spenderkultur. Zu manchen Zeiten waren wir froh, wenn die Spenden reichten, um …