Alle Artikel in: Forschungen

Reducing 3-dimensional to 2-dimensional data

SOFA statistics is free, easy to learn and provides all basic functions that you usually need. Today, however, I came across a problem when trying to recode the data. I checked their help Wiki but couldn’t find the answer. So I tried to figure out my own way and post it below. Here is the problem: The data comes from a questionnaire where people entered their language skills. Obviously, each individual can give more than one answers if they know more than one language. I therefore ended up with a table like this: ID languages 1 A, B, C 2 C 3 C, D 4 A, C, D „ID“ stands for the individual persons (each with a unique number) and the capital letters are each one language. If I enter this date into SOFA, it interprets all selected languages for each person as one string: „A, B, C“ is treated as one language, „C“ as another one, „C, D“ as the third language, and „A, C, D“ as the fourth. Of course, the software doesn’t …

Auf dem Weg nach ganz weit weg: Zwischenbilanz eines externen Doktoranden

Nach rund einem halben Jahrzehnt an teils begeistertem, teils eher zähflüssigem Engagement für die Wissenschaft, für die Karriere und für die Eigenfinanzierung, wage ich hier nun einen ersten geordneten Rückblick. Auf einer scheinbar unendlich langen Geraden wirkt jeder Punkt willkürlich, und so hätte ich dies hier wohl auch vor x, oder erst in y Jahren schreiben können. Neben selbsttherapeutischen Motiven und der Genugtuung einer genüsslichen Aufrechnung, möglicherweise und hoffentlich voll sarkastischen Selbstmitleids, könnten diese wirren Worte wohl daneben auch der gütigen Belehrung ähnlich Betroffener dienen, oder eher noch meiner Selbstverteidigung angesichts der Diskrepanz zwischen Erwartungen und Leistungen, oder viel mehr noch der Heraufbeschwörung eines Gefühls der Solidarität zwischen ähnlich vorläufig Gescheiterten an den Anforderungen externen Doktorandentums. Nach dieser Einleitung zum Zwecke der Leserführung komme ich nun endlich zur Sache: 1. Finanzen und Zeit Beruflich stecke ich in einer gemeinnützigen Organisation, die ich selbst mit aufgebaut (sprich: verbockt) habe und aus der ich also nicht so einfach weg kann oder will. Da sie per Gesetz keinen Gewinn machen darf, leben wir Beteiligte je nach Laune der …

Community Informatics als Alternative zum Cyber-Optimismus

Sicherlich ist eine Neuverortung Virtueller Gemeinschaften bezüglich ihrer Bedeutung, Zugänglichkeit und Interaktion mit physischen Gemeinschaften notwendig, da sich das gesamte Forschungsfeld erst noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und einer Welle von Cyber-Optimismus und -Pessimismus in den 80er und 90er Jahren nun eine Phase mehr pragmatischer Betrachtung folgen kann. Gerade mit Blick auf diasporische Gemeinschaften und Migration sollte unbedingt im Auge behalten werden, dass CMC hier zwar eine sehr wichtige und einzelartige Rolle spielt, dass diese aber ganz eindeutig eine wechselseitige Beziehung zu realweltlicher Kommunikation und sozialer Interaktion eingeht, welche beide Formen verändert, neue Synergien zulässt und sicherlich auch Neues entstehen kann. Es kommt zudem auch meinen persönlichen Vorlieben entgegen, das emanzipatorische Potential dieser Sichtweise zum Nutzen benachteiligter Bevölkerungsgruppen nutzbar zu machen. Im Internet gibt es ein ganzes Buch zum Thema als PDF: Gurstein, M. (2007). What is Community informatics? (And Why Does It Matter), Polimetrica, Milan.

Der Schuss auf die Mönche: Wie Kameras unser Verhältnis zu Burma bestimmen

(Erstabdruck im Jahrbuch Friedenskultur 2008) Hatte die visuelle Entsprechung zum Begriff Burma1 in unserem Kulturraum bislang vor allem in exotisch schönen Fotos der Reiseprospekte bestanden, so hat sich dieses Land spätestens seit der „Safranrevolution“ und dem Zyklon „Nargis“ vom touristischen zum überwiegend journalistischen Produkt gewandelt. So interessant das Phänomen Burma aus medienwissenschaftlicher Sicht ist, so bestürzend sind aber auch die Implikationen, wenn wir an die Schicksale einiger Millionen Burmesen denken. Aufschlussreich dürfte zudem sein, was diese Mechanismen für globales gesellschaftliches Engagement im allgemeinen bedeuten. Burma gehört dabei entgegen einiger Klischees durchaus nicht zu den Ländern, das moderne Kulturtechniken erst zu lernen bräuchte. Das Zeitungswesen etwa kann dort eine weit zurückreichende Tradition vorweisen, die sich auch außerhalb der britischen Kolonien in vielfachen Formen manifestierte. Dies ist nicht verwunderlich angesichts der hohen Alphabetisierung, die das Land einer ursprünglich in klösterliche Lebensweise eingebetteten Schulausbildung verdankt. Als vielleicht interessantester Indikator einer frühen burmesischen Presselandschaft ist ein Gesetz zu nennen, das am 15. August 1873 von König Mindon erlassen wurde und das in 17 Artikeln etwas garantierte, was wir heute …

Scholarz.nett

Nur selten hat mich dieser Tage eine der jüngsten Entwicklungen im Namen des Web 2.0 (wo bleibt eigentlich 2.1?) noch zu interessieren vermocht. Dem Projekt Scholarz.net allerdings ist es gelungen. Gerade beim Testen dieses als Public Beta kategorisierten Forscher-Portals kommen einem zahllose Ideen, die das immense Potential aufzeigen, die aber offensichtlich aus Kräftemangel nicht in allzu naher Zeit verwirklicht werden können. Dazu gehört auch das neue benutzerfreundliche Design, das bereits vor ein paar Monaten als Aperitif dosiert herumgereicht wurde, während sich nun die hungrigen Benutzermägen in ihrer Vorfreude aufzulösen beginnen. Zugegeben: Ich habe noch nicht meine gesamten Diss-Fragmente hochgeladen. Irgendwie bin ich dann doch zu altmodisch oder zu ängstlich. Allerdings reizt mich nicht nur der Einsatz als bibliographische Datenbank, sondern auch als Organisationsforum für das Kolloquium. Vorbei wären die Zeiten von 20-Mega-Mails mit eingescannter Lektüre und verschiedene Versionen aktualisierter Tabellen voller Veranstaltungstermine, wobei es dann die Texte den Terminen zuzuordnen gilt und sich zudem nach den Veranstaltungen oft noch eine Diskussion entfacht, die dann über beteiligte und unbeteiligte Inboxen ausgetragen wird. Also: Man darf gespannt …

Ein Neuentwurf des Internet nach alten Ideen

Der Webbrower Opera bringt mit seiner neuen Version ein interessantes Feature: Opera Unite. Damit soll es möglich sein, den Browser auf dem heimischen Computer in einen eigenen Webserver zu verwandeln. Ein wenig inkonsequent klingt allerdings die Kritik an der Konzentration von Webservern in der Hand weniger Firmen, wenn Opera zugleich Opera Turbo einführen möchte. Es handelt sich dabei um eine Komprimierung der Daten (on demand) zwischen Quelle und Nutzer durch einen zwischengeschalteten Proxy-Server. Mit Ausnahme von verschlüsselten Seiten wird dabei der gesamte Internetverkehr über Opera abgewickelt. Nicht nur, dass es hier bei verstärkter Nutzung zu Engpässen kommen kann. Dies bedeutet auch eine erneute Konzentration von Infrastruktur und somit von Nutzungsdaten an einem Ort. Opera has clearly stated none of the statistics they will collect are tied to individual users. (Quelle) Vielleicht gibt es keinen Grund, diesem Versprechen zu misstrauen, aber dennoch widerspricht es der Philosophie von Opera Unite. Konsequenter wäre wohl eine Verstreuung von Proxy-Servern auf eine theoretisch unbegrenzte Zahl von Teilnehmern. Vielleicht wird auch das in Zukunft möglich sein, dass Bekannte für einander als …

Ein erster vorsichtiger Blick auf die Ergebnisse

Für heute lediglich ein paar Zahlen: Die Gesamtzahl der vom Server zurück geschickten Antwortsätze beläuft sich auf 5128 in etwa 16 Monaten. Etwa knapp die Hälfte davon ist leer, vor allem da die zweite Seite, die getrennt geschickt wurde, ohnehin nur für einen Teil der Respondenten gedacht war. Wenn man diese zweiten Teile und offenkundige Spams aussortiert, sowie die Laufzeit zunächst mit März 2009 enden lässt, so bleiben mir noch 2079. Wenn nun desweiteren verlangt wird, dass mindestens 50% der themenbezogenen Fragen beantwortet wurden, so bleiben nur noch 1087. Und wenn darüber hinaus noch die personenbezogenen Fragen zu mindestens 20% beantwortet worden sein sollen, so vermindert sich diese Zahl auf 972. Ich kann nicht verhehlen, dass ich mit einer weitaus geringeren Zahl gerechnet hätte. Zum einen, weil die Zielgruppe sehr als vernetzte Burmesen ziemlich eng definiert ist und ihre Vertreter als Migranten naturgemäß schwerlich in irgendwelchen Verzeichnissen aufgelistet sind. Zum anderen aber auch, weil ich mit einer weitaus größeren Vorsicht gerechnet hatte, mit der die Befragten über ihre Ansichten und Lebensumstände Auskunft geben. Oder vielleicht …