Alle Artikel mit dem Schlagwort: Internet

ACTA – verhaltener Protest

Man rühmt sich in Europa gerne, dass die Demokratie ihre Wiege bei uns habe. So richtig aktiv ist sie hier aber nicht immer, und das liegt nicht nur an übermächtigen Konzernen und bösen Machthabern, sondern auch daran, dass es vielen Menschen hier eigentlich ganz gut gefällt, wenn jemand über ihnen thront und für sie das Denken und Entscheiden übernimmt. ACTA ist so ein Fall, der sicherlich mehr Aufmerksamkeit und Aktivität der Betroffenen verdient hat. Hier also, als erster und bescheidener Beitrag von mir, ein Video – anscheinend von Anonymous (vermutlich die momentan erfolgreichste nichtkommerzielle Marke). Aktualisierung Am 11.2. findet ein Protesttag statt – dort findet sich auch eine Petition. Eine weitere gibt es bei Avaaz. Hier ist noch ein Video zum Thema:

Q&A-Forum über verantwortungsvolles Reisen nach Birma

Nach längerem Suchen nach einer passenden Software für ein Q&A-Forum bin letztendlich auf Question2Answer gestoßen. Die Systemanforderungen sind relativ simpel und der Code kostenlos und als Open Source erhältlich. Ein paar nützliche Plugins gibt es auch schon, allerdings sind die dort angebotenen Themes nicht alle auf aktuellem Stand, bzw. teilweise für meinen Geschmack etwas zu eckig und bunt. Offenbar ist das Projekt noch nicht so alt, entwickelt sich aber im Ein-Mann-Betrieb ziemlich schnell voran. Statt dessen hätte ich auch auf eine Lösung mit Hosting zugreifen können, aber ich habe die Sache dann doch lieber auf dem „eigenen“ Server und mit direktem Zugriff auf die Skripte. Das ebenfalls do-it-yourself-fähige OSQA sah auch nicht schlecht aus, eigentlich etwas ausgereifter, aber, ach!, man benötigt Python, und das habe ich auf dem angemieteten Billigserver eben nicht zur Verfügung. Kein Problem. Jetzt ist das Forum online, und zwar hier. Mal sehen, wie dann die Version 1.5 aussieht, wenn sie heraus ist. Was mir vor allem helfen würde, wäre bessere Unterstützung für mehrsprachige Websites. Und ein bisschen Ajax in der Benutzerführung …

Ein Jahr lang geflattert. Wann hebt es ab?

Flat. Flattr. Flattremendous: Die Anfänge Eine alte Mail bestätigt es: Es ist knapp ein Jahr her, dass ich meine Bestätigung „Welcome to Flattr!“ erhalten habe. Mir ist es wesentlich länger vorgekommen, aber das liegt vielleicht daran, dass mich diese geniale Idee von Anfang an begeistert und inspiriert hat. Ich bin sicher kein typischer „Early Adopter“, das klingt zu sehr nach Frühaufstehen. Mir war aber klar, dass Flattr ein großes Potential für gemeinnützige Organisationen hat, wo sehr viel „kleine“Arbeit kostenlos und oft im Web geleistet wird und wo es oft an einem einfachen Weg fehlt, den Beteiligten seine Anerkennung zu zeigen. Gleich nach der Registrierung habe ich folglich die Leute bei Flattr kontaktiert, ob sie nicht für Nonprofits auf die Pflichtzahlungen verzichten könnten. Die gerät nämlich in Konflikt mit dem gemeinnützigen Auftrag, wenn die eigenen Gelder gespendet werden. Und auch die damalige Regelung, die wohl zum Klicken anspornen sollte, stellte mich vor Probleme: Wenn eine Charity den monatlichen Betrag nicht verflatterte, dann ging das Geld an eine andere Charity. Zum Glück hat sich das Flattr-Team sehr …

Warning: New phishing mail

I received this today, seemingly from a person I know: My sincere regrets for this sudden request, things actually got out of control on my trip to Madrid,Spain . I was mugged,all my belongings including cellphone and credit card were all stolen by a gunman. I need your help flying back home. Am cash strapped at the moment. I’ve made contact with my bank but the best they could do is to send me a new card in the mail which will take 2-4 working days to arrive here. I need you to lend me some Money to sort my self out of this predicament, i will pay back once i make it out of Madrid. Western Union or moneygram is the fastest option to wire funds to me. Let me know if you need my details(Full names/location) to effect a transfer. You can reach me via email or hotel’s desk phone and  the number is,+34 981 218905341. Best, XYZ … followed by the real e-mail footer of this person. The sender’s e-mail address contained …

Sonntag in Vikaspuri

Nach einer größtenteils durchwachten Nacht fühle ich mich eigentlich wenig imstande, selbst die Erinnerungen der letzten Tage zu sortieren. Vom vergangenen Regen ist  keine Spur mehr zu sehen. Es ist heiß (laut Internet 31 Grad, „Feels like 37°“) und während der Nacht dröhnen Deckenventilator und die Lüftung der Klimaanlage, deren Kühlung wir aus Energiespar- und Lärmgründen ausgeschaltet lassen. Frische Luft kommt trotzdem nicht ins Zimmer, dafür aber winzige Stechmücken, deren Gelächter über unsere wirkungslosen Sprays und Abwehrcremes ich mir gut vorstellen kann. Ich sitze auf dem Balkon, ein paar Meter über dem Gehupe, hin und wieder streicht ein angenehmer Luftzug über meine Arme. Meine Kollegen sind unterwegs in Agra und beim Chefredakteur von Mizzima, Soe Myint, um dort bei der Erstellung einer Radiosendung zuzusehen. Heute Nachmittag werde ich den beiden Redakteuren von Matu Harold News helfen, ihnen eine simple Webpräsenz aufzubauen. Momentan verbreiten sie ihre Zeitung nur als kopierte Exemplare kostenlos an die Matu-Gemeinschaft in Delhi, und per PDF an die Abonnenten einer Newsgroup, was etwa 4000 Empfänger ausmacht, ein paar gedruckte Exemplare gehen ins …

Der Schuss auf die Mönche: Wie Kameras unser Verhältnis zu Burma bestimmen

(Erstabdruck im Jahrbuch Friedenskultur 2008) Hatte die visuelle Entsprechung zum Begriff Burma1 in unserem Kulturraum bislang vor allem in exotisch schönen Fotos der Reiseprospekte bestanden, so hat sich dieses Land spätestens seit der „Safranrevolution“ und dem Zyklon „Nargis“ vom touristischen zum überwiegend journalistischen Produkt gewandelt. So interessant das Phänomen Burma aus medienwissenschaftlicher Sicht ist, so bestürzend sind aber auch die Implikationen, wenn wir an die Schicksale einiger Millionen Burmesen denken. Aufschlussreich dürfte zudem sein, was diese Mechanismen für globales gesellschaftliches Engagement im allgemeinen bedeuten. Burma gehört dabei entgegen einiger Klischees durchaus nicht zu den Ländern, das moderne Kulturtechniken erst zu lernen bräuchte. Das Zeitungswesen etwa kann dort eine weit zurückreichende Tradition vorweisen, die sich auch außerhalb der britischen Kolonien in vielfachen Formen manifestierte. Dies ist nicht verwunderlich angesichts der hohen Alphabetisierung, die das Land einer ursprünglich in klösterliche Lebensweise eingebetteten Schulausbildung verdankt. Als vielleicht interessantester Indikator einer frühen burmesischen Presselandschaft ist ein Gesetz zu nennen, das am 15. August 1873 von König Mindon erlassen wurde und das in 17 Artikeln etwas garantierte, was wir heute …

Solidarity Purchase for Burma

Wieder eine Bemerkung in eigener Sache: Nachdem es im Internet immer schwierig war, einfach die wichtigsten Burma-spezifischen Bücher, Filme etc. zu finden, setze ich nun einige Hoffnung in unsere neue Seite, wo ich zumindest das zusammengestellt habe, was per Amazon verfügbar ist. Ansonsten bleibt die wohl relevanteste Quelle im Bereich der Sprache die Seiten von SOAS.