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Mich packt das Grauen: Kreischende und knödelnde Stimmen im Park

In etwa zehn Minuten gelange ich von hier in den Park Stromovka, der nicht nur von seiner Anlage her sehr schön ist, sondern sich auch gut zum Wiederholen von Seltsamkeiten der Sorte Suburi, Kihon und Kata eignet, da man zumindest im abgelegeneren Bereich gut Platz findet. Es geht dabei nicht nur um einen Sicherheitsabstand zu Joggern und Spaziergängern, sondern ganz einfach darum, dass ich mich bei den Übungen konzentrieren muss. Also darf da kein kläffender Köter um einen herum springen, ich brauche Ruhe vor Frisbees, Fußbällen und Gaffern mit erschlaffter Kiefermuskulatur. In dem Biergarten vor dem historischen Messegelände, dessen linker Flügel abgebrannt ist und nur noch aus einem länglichen Zelt besteht, wird ein seltsames Gemisch an Veranstaltungen geboten: Manchmal hört man Dialoge und die knisternde Tonspur alter tschechische Filme oder es läuft ein Programm für Kinder und Kindgebliebene, zumeist aber legt ein DJ vor ratlosen Gästen Techno auf. Heute spielten ein Gitarrist und ein Cellist, und einer von beiden sang, es klang so etwa wie melancholischer Folk, und es klang ziemlich gut. Ich blieb eine …