Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nargis

„Danke für nichts und dafür, dass Sie zu spät gekommen sind. Helfen Sie weiter der Tyrannei.“

Der Titel dieses Artikels gibt die Worte eines burmesischen Bauern wieder, eines Opfers des Zyklons Nargis, mit denen er nach der Katastrophe ausländische Besucher empfangen hat. Der mutige Sprecher dieser bitteren Worte ist in einer allen Diktaturen eigenen Logik seitdem spurlos verschwunden, wie es in einem Artikel von Pascal Khoo Thwe heißt. Dieser Artikel mit dem Titel „Goodbye cruel 2008 and hello to reality“ spricht eine ebenso zynische wie deutliche Sprache. Falls überhaupt etwas, dann senden Vorfälle wie die von 2008 (und vorangegangener Jahre) die klare Botschaft gleichermaßen an alle Menschen in Burma und an die Generäle, dass wir, falls wir etwas erreichen wollen, was einer nationalen Identität gleichkommt, aufhören müssen, gedanklich von ausländischen Mächten abzuhängen oder uns gegenseitig dieser Abhängigkeit zu beschuldigen, und dass wir die Politik der Emotionen hinter uns lassen müssen. Es ist ein Paradox, dass ein Überleben in Diktaturen nur mit Hoffnung möglich ist, dass aber andererseits Hoffnung oft ein Hindernis ist, um die Realität zu sehen. Das trifft auch auf besorgte Burmesen und Nicht-Burmesen zu, die außerhalb des Landes leben. …