Alle Artikel mit dem Schlagwort: Seminar

Kreisende Bewegungen: Rückblick auf ein Seminar

Einfach ein schöner Zusammenschnitt eines Seminars in Prag (und anschließend Rakovník), bei dem man auch die didaktische Methodik erleben kann. Selbst im Video noch faszinierend, und ein bisschen willkommene Bequemlichkeit heute nach den 4 1/2 Tagen Aikido-Seminar mit Yoshida Sensei (teils mit gesundheitsbedingter Vertretung) in einem schwülwarmen Dojo in Hořice und dem Wochenende davor mit Shinto Muso Ryu in Tachov.

Shinto Muso Ryu-Seminar in Prag

Am Samstag und Sonntag habe ich mich bequemlichkeitshalber in ein SMR-Seminar geschleust, das nicht weit von meinem Zuhause stattfand und daher meiner Aversion gegen überstürztes morgendliches Aufstehen sehr entgegen kam. Der Leiter, Patrik, ist ein guter Didakt, dessen allgemeine Auffassung von Budo mir zudem persönlich nahe liegt, und dank Zdeněks Training war ich auch gut vorbereitet und wusste immer, wann ich wen wohin zu treffen hatte.

Seminar: Techniken als Werkstücke

11. Dezember: Aikido-Seminar mit Takashi Kuroki in Rakovník. Besonders interessant fand ich die Seitei-Iai, deren Umwandlung in Aikitoho-Iai durch Nishio Sensei uns dann erläutert wurde – zusammen mit etlichen Erklärungen, die mir das Verständnis diverser Details erleichtern. Kuroki ist ein guter Didaktiker, seine Bewegungen während der Vorführungen wirken wie ein wiederholtes Überarbeiten eines Werkstücks und erinnern oft an das eigene Experimentieren, und sie laden dazu ein, sich stets davon zu überzeugen, dass wirklich alles sitzt und mit der nötigen Konzentration und mit Nachdruck ausgeführt wird. Wie so häufig gilt auch hier die Beobachtung, dass japanische Sensei viel mehr Wert auf korrekte Ausführung und Konzentration legen, während Europäer oft ein Konditionstraining veranstalten, bei dem sich ein gutes Seminar durch die anschließende körperliche Erschöpfung der Teilnehmer auszuzeichnen scheint. Japanische Sensei legen nach meiner Erfahrung mehr Betonung auf Dehn- und Koordinationsübungen, bei denen es keinen großen Unterschied macht, ob man nun ein Muskelprotz ist oder nicht. In der Mittagspause gemeinschaftlich eine geschlagene Stunde in einem Restaurant auf das Essen gewartet. Erstaunlich, wie viele Biere so manche Teilnehmer in …

Zweites Jodo Seminar in Dresden

Veranstaltet von Shinto Muso Ryu Dresden fand am vergangenen Wochenende ein Jodo-Seminar in Dresden statt, das von Pascal Krieger, dem Urgestein des Europäischen Jodo, geleitet wurde. Nicht nur technisch war er überzeugend, so weit ich es als relativer Anfänger zu beurteilen vermag, sondern auch bezüglich Hintergrundwissens. Als Motto des Seminars wählte er das metaphorische Bild, dass man zwei Holzstücke poliert, indem man sie aneinander reibt, und gab auch gleich die Interpretation mit dazu, dass man sich nämlich auch als Lehrer im Lehren vervollkommne. Ich bin am Sonntag schon zur Mittagspause abgezogen, diesmal zwar ohne Rückenschmerzen, aber mit einem Haufen Arbeit vor mir, die bis zum Montagmorgen erledigt sein wollte. Mich erstaunt ja immer wieder, dass meine Kniegelenke noch keine Probleme bereitet haben. Man macht da doch so allerhand Drehungen in gesenkter Haltung und energische Schritte, dass ich da eigentlich schleichende Komplikationen erwartet hätte. Und hin und wieder denke ich mir, dass, analog zum Iaito, größere Menschen eigentlich einen längeren Jo benutzen sollten als kleinere. Wenn ich die Arme in beide Richtungen strecke, dann muss ich …

Jodo-Seminar in Dresden

Am 27. und 28.3. habe ich an einem Shintô Musô Ryû Jodo Seminar in Dresden teilgenommen. Anfangs hegte ich noch die Befürchtung, dass mir bereits am Samstag nach 6½ Stunden Stockschwingen die Arme abfallen würden – vor allem, wenn man zwischendurch, um es noch grausamer zu machen, den Jo lange mit waagrecht ausgestreckten Armen hält. Glücklicherweise war es aber ganz und gar nicht so. An diesen zwei Tagen habe ich viel über die Grundtechniken gelernt. Ok, bei Jodo geht es mit dem Lernfortschritt nur langsam voran, aber eigentlich ist mir das ganz recht. Damit lasse ich mir Zeit, bis ich irgendwann mal zu alt und schwach dafür bin. Ein fest definiertes Ziel gibt es ohnehin nicht. Die gesamte Gruppe, die angesichts der nur sehr spärlich in Europa vertretenen Budo-Art wohl so eine Art festen Bekanntenkreis bildet, war zudem unglaublich hilfsbereit und unprätentiös, dabei auch wohltuend gut gelaunt. Für mich war es zudem interessant, die Anleitungen diesmal auf Englisch und Deutsch zu hören. Insgesamt kann ich aber auch mit meinen Lehrern in Prag mehr als zufrieden …